Germanistik


Germanistik
Ger|ma|nịs|tik 〈f.; -; unz.〉
1. 〈i. w. S.〉 Wissenschaft von den german. Sprachen
2. 〈i. e. S.〉 Wissenschaft von der dt. Sprache u. Literatur

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Ger|ma|nịs|tik, die; -:
deutsche od. germanische Sprach- u. Literaturwissenschaft, Deutschkunde im weiteren Sinn (unter Einschluss der deutschen Volks- u. Altertumskunde).

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Germanịstik
 
die, -, Wissenschaft von der Entwicklung der deutschen Sprache und Literatur; sie schließt insbesondere auch die Skandinavistik sowie vielfach Volkskunde ein; gelegentlich wird von germanischer Philologie gesprochen. Als zentrale Unterabteilung erscheint meist die deutsche Philologie, die Wissenschaft von der deutschen Sprache (deutsche Sprachwissenschaft) und Literatur (deutsche Literaturwissenschaft). Seit Ende des 19. Jahrhunderts etablierten sich hier die Teilfächer Altgermanistik (Sprache und Literatur der Frühzeit und des Mittelalters) und Neugermanistik (Literatur der Neuzeit). Seit Mitte der 1960er-Jahre hat sich zum eigenständigen dritten Teilgebiet die (germanistische) Linguistik entwickelt. Enge Beziehungen bestehen zur allgemeinen Sprachwissenschaft und Literaturwissenschaft.
 
 
Die ersten Ansätze der Germanistik (im engen Sinn) liegen im Humanismus des 16. Jahrhunderts, als man das germanische Altertum, die Dichtung des Mittelalters und das Wesen der deutschen Sprache zu erforschen begann. Zu diesen Bemühungen trug das Auffinden der »Germania« des Tacitus (1455) bei, über die K. Celtis 1500 in Wien Vorlesungen hielt.
 
Die erste deutschsprachige Darstellung der deutschen Frühgeschichte lieferte Aventinus (postum 1541). In dieser Zeit entstanden die ersten deutschen Grammatiken als Lehrbücher für den praktischen Unterricht (V. Ickelsamer, um 1534; L. Albertus, 1573; A. Oelinger, 1574; J. Klaj, 1578). K. Gesners »Mithridates« (1555) war der erste Versuch einer vergleichenden Sprachbetrachtung. Nach und nach wurden die wichtigsten altgermanischen Sprachdenkmäler herausgegeben (1571 Otfrieds Evangelienbuch durch M. Flacius Illyricus; 1665 die gotische Bibel zusammen mit der altenglischen Bibelübersetzung durch Franciscus Junius den Jüngeren und die »Lieder-Edda« durch P. J. Resenius). Anfang des 17. Jahrhunderts gab M. Goldast einen bedeutsamen Hinweis auf die Große Heidelberger Liederhandschrift, aus der er einige Strophen Walthers von der Vogelweide publizierte. 1617 trat M. Opitz mit seinem »Aristarchus« für Reinheit der deutschen Sprache und ihre Literaturfähigkeit ein; 1639 gab er das »Annolied« heraus. Die Sprachkunde empfing wichtige Impulse von den Sprachgesellschaften. J. G. Schottels »Ausführliche Arbeit von der Teutschen Haubt Sprache« (1663) verband eine historische Darstellung der Sprache mit sprachphilosophischen Überlegungen. Eine besondere Bedeutung in der Sprachforschung kommt auch Leibniz zu; seine Forderung nach einem umfassenden deutschen Wörterbuch wurde jedoch erst von J. C. Adelung erfüllt (»Versuch eines vollständigen grammatisch-kritischen Wörterbuchs der hochdeutschen Mundart«, 5 Bände, 1774-86). Leibniz' Schüler J. G. Eccard schuf mit seiner »Historia studii etymologici linguae Germanicae hactenus impensi« (1711) eine sprachgeschichtliche Darstellung und zugleich die erste Geschichte der germanistischen Forschung in Deutschland. Der Engländer G. Hickes stellte die altgermanischen Sprachen (in: »Thesaurus«, 2 Bände, 1703-05) dar, der Niederländer L. ten Kate setzte in seinem Hauptwerk »Aanleiding tot de Kennisse van het verhevene Deel der Nederduitsche Sprake« (1723) die gotischen Studien des Junius fort. Die bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts bekannt gewordenen mittelalterlichen Werke vereinigte J. Schilter in seinem »Thesaurus antiquitatum Teutonicarum« (1726-28), dem er ein »Glossarium Teutonicum. ..« beigab.
 
In diesen Ansätzen war es v. a. um enzyklopädische Vervollständigung der verfügbaren Texte und um die Aufhellung der Vergangenheit gegangen, während andere (so die Schweizer J. G. Bodmer und J. J. Breitinger durch die Herausgabe von Teilen der Manesischen Liederhandschrift 1748 und C. H. Mylius durch die Gesamtausgabe des Nibelungenliedes von 1782) die Textkenntnisse erweiterten. Dagegen entwickelte die Aufklärung zunächst Ansprüche und Fragestellungen, die sich darum bemühten, Literatur- und Sprachbetrachtung kritisch-vernünftig, systematisch, methodisch zu fundieren; so finden sich bei J. C. Gottsched und G. E. Lessing Überlegungen zur Text- und Literaturkritik, zu Sprachverwendungs- und Übersetzungsfragen sowie zu Fragen der literarischen Wertung und Wirkung.
 
Während diese Forscher v. a. das Niveau der Fragestellungen einer sich abzeichnenden Germanistik verbesserten, traten die nachfolgenden Gruppierungen des Sturm und Drang, der Klassik und der Romantik v. a. durch die Etablierung bestimmter Betrachtungsweisen, (zum Teil metaphysisch gesetzter) Anfangspunkte und die Betonung besonderer Forschungsobjekte hervor.
 
Von besonderer Bedeutung in diesem Zusammenhang ist die Stellung J. G. Herders, der die geschichtlich entwickelnde Betrachtung von Sprache und Literatur einführte, zudem in seiner Sprachphilosophie den Anfang der Sprache in der Poesie vermutete und insoweit zur Integration von Sprach- und Literaturbetrachtung beitrug, und der schließlich der Entwicklung von Sprache und Literatur als Ausdrucksformen von Kulturen die besondere Bewegungsform natürlichen, organischen Wachstums zugrunde legte, wodurch seine Ideen über die Weiterentwicklung durch W. von Humboldt bis ins 20. Jahrhundert hinein Bestand haben sollten (L. Weisgerber).
 
Demgegenüber stand Goethes Konzept der »Weltliteratur« im Rahmen der sich nach 1800 immer deutlicher formierenden Ansprüche auf eine Nationalisierung der Germanistik, während die Romantiker ihre Wirkung einerseits in der Beförderung der vergleichenden Sprachwissenschaft, andererseits in der Weckung künstlerischer Interessen an den deutschen Sprachaltertümern hatten. Bereits der Sturm und Drang, aber auch die Romantiker interessierten sich - zumindest ihrem Selbstverständnis nach - für die Sprachen, Literaturen und die materielle Kultur, d. h. die »Volkskultur«, der unteren gesellschaftlichen Schichten, ein Interesse, auf das die deutsche Volkskunde später zurückgreifen konnte. In allen drei Gebieten gaben die Brüder Grimm entscheidende Anstöße. J. Grimms »Deutsche Grammatik« (1819-37, 4 Teile), aufbauend auf der vergleichenden Sprachwissenschaft von F. Schlegel, F. Bopp und R. Rask, begründete die historische germanische Sprachforschung, indem er die Kenntnisse vom Zusammenhang der germanischen Sprachen mit dem Indogermanischen entscheidend erweiterte. Für die historische Betrachtung des germanischen Rechts (»Deutsche Rechts-Alterthümer«, 1828) wie auch der Mythologie (»Deutsche Mythologie«, 1835) wirkte er bahnbrechend. Die mit seinem Bruder gesammelten »Kinder- und Hausmärchen« (1812-14) und »Deutsche Sagen« (1816-18, 2 Bände) haben die Märchen- und Sagenforschung für lange Zeit bestimmt. Ihr letztes gemeinsames Werk, das erst in der jüngsten Vergangenheit abgeschlossene »Deutsches Wörterbuch« (1854-1971, 16 Bände in 33 Teilen, Nachdruck 1984, 33 Bände), blieb bis heute grundlegend. Daneben stehen Ausgaben altenglischer, altnordischer, althochdeutschen und mittelhochdeutschen Literatur. Die Arbeiten der Brüder Grimm wurden durch viele Zeitgenossen unterstützt und ergänzt (F. K. von Savigny, L. Tieck, A. von Arnim, C. Brentano, J. von Görres, L. Uhland u. a.). Unter ihren Mitarbeitern waren G. F. Benecke, K. Lachmann, der Begründer der Editionstechnik, und J. A. Schmeller (»Bayrisches Wörterbuch«, 4 Teile, 1827-37; »Mundarten Bayerns«, 1821).
 
Den ersten germanistischen Lehrstuhl hatte F. H. von der Hagen in Berlin inne (ab 1810). Mit dieser nun auch institutionell ausgedrückten Anerkennung waren die Voraussetzungen für eine weitere Entwicklung der Germanistik als Wissenschaft im 19. Jahrhundert gegeben. Sie fand unter drei - einander mitunter widerstreitenden - Anforderungen statt: der Orientierung am positivistischen Wissenschafts-Modell der modernen Naturwissenschaften, dem Anspruch, Legitimationswissen für nationale Identität bereitzustellen (im Deutschland des 19. Jahrhunderts besonders dringlich empfunden angesichts der Problemlage einer »verspäteten Nation«), schließlich mit dem seit dem 18. Jahrhundert mit Aufklärung, preußischer Reform, allgemeiner Schulpflicht, Industrialisierung und Urbanisierung verbundenen zunehmenden Bedarf an vermittelbarem und praktisch anwendbarem Wissen. Dies spielte insbesondere in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der Entwicklung volkskundlicher Fragestellungen (W. H. Riehl) zu einer breiten Bewegung für Deutschkunde, deutsche Volkskunde (G. Freytag: »Bilder aus der deutschen Vergangenheit«, erschienen 1859-67) und deutsche Sprache eine wichtige Rolle. In der Literaturwissenschaft setzte sich v. a. das nationale Bestreben durch und führte zu einer Vielzahl entsprechend orientierter Literaturgeschichten, die, ihren Anfang bei G. G. Gervinus nehmend, sich über T. W. Danzel, H. Hettner, J. Schmidt fortentwickelten und bei W. Scherer (»Geschichte der deutschen Literatur«, erschienen 1879-83) ihren nationalen und bis ins 20. Jahrhundert hinein schulebildenden Anspruch ausformulierten, während sich die Sprachwissenschaften und Texteditionen in zunehmendem Maße den Formalisierungs- und Exaktheitsansprüchen der Naturwissenschaften annäherten und hier ihre Legitimierung suchten. Man forderte eine exakte Untersuchung des vorhandenen Sprachmaterials, statt willkürlich angesetzter Lautübergänge eine Analyse durch Phonetik und Lautphysiologie. Die Lehre von der Ausnahmslosigkeit der Lautgesetze, von den Junggrammatikern für die Indogermanistik als verbindlich aufgestellt, fand in der Germanistik im vernerschen Gesetz (1877) eine Bestätigung. Sprachgeschichte, d. h. historische Laut- und Flexionslehre, wurde für zwei Jahrzehnte zum Mittelpunkt der Germanistik. In einer Reihe von Grammatiken schufen H. Paul, W. Braune und E. Sievers die Grundlage aller weiteren Untersuchungen zur germanischen Sprachgeschichte und fassten, zusammen mit anderen Forschern, in dem von Paul herausgegebenen »Grundriß der germanischen Philologie« (1889-93, 2 Bände in 3 Teilen) das bisher Erreichte zusammen. Nach dem Sieg über Frankreich (1871) wurde die Germanistik für das nationale Bürgertum das Paradebeispiel wissenschaftlichen und nationalen Aufschwungs; in dem Maße ihrer Etablierung erweiterte die Germanistik auch ihre Bedeutung als Aktionsfeld unterschiedlicher kultureller, wissenschaftstheoretischer, politischer und nicht zuletzt modischer Strömungen. Besonderen Einfluss auf die weitere Entwicklung hatten F. Nietzsche, S. George und W. Dilthey, demgegenüber blieben andere Wege der Literaturbetrachtung (L. L. Schückings Geschmackssoziologie, O. Walzels morphologische Literaturbetrachtung, F. Mehrings marxistische Literaturdarstellung, C. Lugowskis geschichtsphilosophische Formenlehre) ebenso wenig beachtet wie die husserlsche Phänomenologie, die jedoch in anderem Rahmen über die Prager Schule (R. Jakobson, J. Mukařovský) zur Formulierung besonders einflussreicher Ansätze in Literatur- und Sprachwissenschaft nach 1945 (Strukturalismus, Formalismus, neomarxistische und existenzphilosophische Literaturkritik) Wesentliches beitragen sollte.
 
Während Nietzsche durch seine Kulturkritik hervortrat und Dilthey die geistesgeschichtliche Methode begründete, wirkte George v. a. durch seine Schüler im George-Kreis. Vorangetrieben wurde seit Beginn des 20. Jahrhunderts jedoch auch die Altgermanistik (u. a. durch G. Heusler, C. von Kraus, T. Frings), die Mundartforschung und Sprachgeographie. In der nationalsozialistischen Zeit fanden Vertreter der Germanistik den Weg in die deutschnationale Bewegung (u. a. J. Nadler, A. Bartels, G. Fricke), während andere den Schutzraum der inneren Emigration suchten (u. a. F. Beißner) oder aber ins Exil gingen (u. a. R. Alewyn, K. Viëtor, H. Mayer).
 
Unter dem Eindruck der politischen Indienstnahme der Germanistik durch den Nationalsozialismus konnte sich nach 1945 zunächst eine scheinbar »antiideologische«, auf werkimmanente Textinterpretation zielende Literaturbetrachtung etablieren, die zudem an Strömungen im angloamerikanischen Bereich (»New Criticism«) anknüpfen konnte (E. Staiger, W. Kayser). Die Sprachwissenschaft orientierte sich an W. von Humboldt und den Romantikern. Dagegen wurden Strukturalismus, Marxismus, Psychoanalyse, soziologische, empirisch-analytische, rezeptionsästhetische und systemtheoretische Fragestellungen erst in der 2. Hälfte der 60er-Jahre durch die mit der Studentenbewegung entfachte Diskussion um die »Ansichten einer künftigen Germanistik« einem weiteren Fachpublikum bekannt.
 
Die Sprachwissenschaft wurde in den 60er-Jahren durch die strukturalistische Betrachtungsweise bereichert; seit den 70er-Jahren stehen verstärkt kommunikative und pragmatische Aspekte der Sprachbetrachtung im Vordergrund. Arbeitsgebiete sind u. a. Sprachgeographie, Soziolinguistik, Psycholinguistik, Textlinguistik und Sprechakttheorie sowie Forschungen zu Sprache und Weltbild. Demgegenüber stehen in der Literaturwissenschaft geistesgeschichtlich-hermeneutische, soziologisch-historische, rezeptionsästhetische, diskursanalytische, (post-)strukturalistische und feministische Forschungsansätze nebeneinander. Auch historische Darstellungen, so die neueren Literaturgeschichten und Biographien, sind um eine Integration der verschiedenen wissenschaftlichen Ansätze bemüht. Die Volkskunde hat sich schließlich weitgehend zu einer Sozialwissenschaft entwickelt.
 
Trotz unterschiedlicher Ansätze und Einflüsse germanistischer Forschung in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR wurden in der Zeit der deutschen Teilung bestimmte Arbeiten gemeinsam weitergeführt beziehungsweise begonnen (u. a. Goethe-Wörterbuch, Berliner und Frankfurter Brecht-Ausgabe). Die Germanistik der DDR konzentrierte sich in Literaturgeschichte und historischen Studien auf ideologiekritische Sichtung beziehungsweise Aneignung des »klassischen Erbes« der deutschen Literatur. Sie wurde allerdings auch von der SED instrumentalisiert, um die Entwicklung der DDR-Literatur zu einer »sozialistischen deutschen Nationalliteratur« theoretisch zu begründen. Ihre Forschungsschwerpunkte beeinflussten u. a. Schullehrpläne und die Veröffentlichungen der Verlage.
 
Die österreichische Germanistik hat sich insbesondere mit der Erforschung der eigenen literarischen Tradition beschäftigt, während die Germanistik der Schweiz durch das Werk einzelner Wissenschaftler (E. Staiger, W. Muschg, Hermann und Bernhard Böschenstein, A. Muschg) zu allgemeinen literaturwissenschaftlichen Themen hervortrat.
 
Intensive Forschung zur Germanistik findet auch in den USA statt, nicht zuletzt unter dem Einfluss der nach dem Exil dort Verbliebenen, aber auch durch Germanisten wie Jost Hermand (* 1930), Reinhold Grimm (* 1931), Frank Trommler (* 1939), die insbesondere bei der Erforschung der Sozialgeschichte der deutschen Literatur, aber auch der Exilliteratur und der Literatur der 20er-Jahre eine wichtige Rolle spielten. Die französische Germanistik trat mit Forschungen zur deutschen Geistesgeschichte (Albert Béguin [* 1901, ✝ 1957], Albert Schneider [* 1910], R. Minder, Pierre Grappin [* 1915, ✝ 1997], P. Bertaux, Claude David [* 1913], Roger Bauer [* 1918], Jean-Marie Paul [* 1937]) und die italienische Germanistik durch Forschungen zur Literatur der Goethezeit und der Romantik (Paolo Chiarini [* 1931], E. Castelli) hervor. Schließlich seien noch die polnische Barockforschung (M. Szyrocki), die Zagreber Schule um V. Žmegač, die Germanistik in der ehemaligen Sowjetunion (u. a. mit zahlreichen Beiträgen zu sprachtheoretischen, sprachsoziologischen und sprachhistorischen Fragestellungen; Mirra Moissejewna Guchman) sowie die Germanistik in Japan und in China erwähnt.
 
Organisationen:
 
Deutscher Germanistenverband (gegründet 1912 in Frankfurt am Main, neu gegründet 1952); Vereinigung der deutschen Hochschulgermanisten (gegründet 1951 in Heidelberg). - Internationale Vereinigung für germanische Sprach- und Literaturwissenschaft/IVGermanistik
 
 
Allgemeines:
 
J. Dünninger: Gesch. der dt. Philologie, in: Dt. Philologie im Aufriß, hg. v. W. Stammler, Bd. 1 (21957, Nachdr. 1978);
 Hans Mayer: Literaturwiss. in Dtl., in: Das Fischer Lexikon, Bd. 35, Tl. 1, Literatur 2, hg. v. W.-H. Friedrich u. a. (1965);
 K. O. Conrady: Einf. in die neuere dt. Literaturwiss. (1966);
 
Nationalismus in Germanistik u. Dichtung. Dokumentation des Germanistentages in München vom 17.-22. Okt. 1966, hg. v. B. von Wiese u. a. (1967);
 W. Emmerich: Zur Kritik der Volkstumsideologie (1971);
 
Fragen der G., bearb. v. G. Kaiser u. a. (1971);
 F. Neumann: Studien zur Gesch. der dt. Philologie (1971);
 
Methoden der dt. Literaturwiss., hg. v. V. Žmegač (Neuausg. 1972);
 
Ansichten einer künftigen G., hg. v. J. Kolbe (Neuausg. 1973);
 
Methodenkritik der G. Materialist. Literaturtheorie u. bürgerl. Praxis. Beitr. v. M. L. Gansberg u. P. G. Völker (41973);
 
Neue Ansichten einer künftigen G., hg. v. J. Kolbe (1973);
 H.-G. Kemper: Angewandte G. (1974);
 H. J. Frank: Dichtung, Sprache, Menschenbildung. Gesch. des Deutschunterrichts von den Anfängen bis 1945, 2 Bde. (1976);
 
G., eine dt. Wiss., bearb. v. E. Lämmert u. a. (61980);
 K. Röther: Die Germanistenverbände u. ihre Tagungen (1980);
 
Eine Wiss. etabliert sich. 1810-1870, hg. v. J. Janota (1980);
 
Einf. in die neuere dt. Literaturwiss., bearb. v. D. Gutzen u. a. (51984);
 
Wissenschaftsgesch. der Philologien, hg. v. W. Haubrichs u. a. (1984);
 
G. Forschungsstand u. Perspektiven, hg. v. G. Stötzel, 2 Bde. (1985);
 
Kontroversen, alte u. neue Akten des internat. Germanisten-Kongresses 1985, hg. v. A. Schöne, 11 Bde. (1986);
 
G. in den USA, hg. v. F. Trommler (1989);
 H. Gross: Einf. in die germanist. Linguistik (21990);
 P. Ernst: Germanist. Sprachwiss. (Wien 1992);
 M. Maren-Grisebach: Methoden der Literaturwiss. (101992);
 J. Hermand: Gesch. der G. (1994);
 
Wissenschaftsgesch. der G. im 19. Jh., hg. v. J. Fohrmann u. W. Vosskamp (1994);
 
G. Eine Einf., bearb. v. C. Dürscheid u. a. (21995);
 
G. in Mittel- u. Osteuropa 1945-1992, hg. v. C. König (1995);
 J. Schütt: G. und Politik. Schweizer Literaturwiss. in der Zeit des Nationalsozialismus (Zürich 1996).
 
Bibliogr. der dt. Literaturwiss, hg. v. H. W. Eppelsheimer u. a., Bd. 1-8 (1957-69),
 
fortgef. u. d. T. Bibliogr. der dt. Sprach- u. Literaturwiss., hg. v. C. Köttelwesch u. a., Bd. 9 ff. (1970 ff., jährl.).
 Zeitschriften:
 
Archiv für das Studium der neueren Sprachen u. Literaturen (1846 ff.);
 
Ztschr. für dt. Philologie (1869 ff.);
 
Ztschr. für dt. Altertum u. dt. Lit. (1876 ff.; früher u. a. Titel);
 
Euphorion (1894 ff.; zeitweise u. a. Titeln);
 
The Journal of English and Germanic Philology (Urbana, Ill., 1897 ff.);
 
Germanisch-roman. Monatsschrift (1909 ff.);
 
Dt. Vierteljahrsschrift für Literaturwiss. u. Geistesgesch. (1923 ff.);
 
The Germanic review (New York 1926 ff.);
 
The German quarterly (Appleton, Wis., 1928 ff.);
 
Studi germanici (Rom 1935 ff.);
 
German life and letters (Oxford 1936 ff.);
 
Études germaniques (Paris 1946 ff.);
 
Monatshefte für dt. Unterricht, dt. Sprache u. Lit. (Madison, Wis., 1946 ff.; früher u. a. Titel);
 
Wirkendes Wort (1950 ff.);
 
G. Internat. Referatenorgan mit bibliograph. Hinweisen (1960 ff.);
 
Ztschr. für dt. Sprache (1964-71; früher u. a. Titel);
 
Ztschr. für Dialektologie u. Linguistik (1969 ff.; früher u. a. Titeln);
 
Beitr. zur Erforschung der dt. Sprache (Leipzig 1981 ff.; früher u. a. Titel).

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Ger|ma|nịs|tik, die; -: deutsche od. germanische Sprach- u. Literaturwissenschaft, Deutschkunde im weiteren Sinn (unter Einschluss der deutschen Volks- u. Altertumskunde).

Universal-Lexikon. 2012.

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